Erfrischend spritzig: Japanischer Highball – Whisky mal anders

Whisky kann man auf verschiedene Art und Weise trinken, keine Frage. Während bei uns die pure Variante, also „straight“ – ohne Eis und ohne Wasser –, am häufigsten verbreitet ist, trinken die Japaner das „Wasser des Lebens“ am liebsten ganz anders. Bei dieser Trinkweise schießen dem einen oder anderen Whiskyliebhaber in Europa sicherlich Tränen in die Augen, da sie diese Methode mit Sicherheit für eine Verschwendung des edlen Destillats halten. Denn der Japaner liebt seinen Whisky als Highball. Hierfür füllt man ein großes Longdrink-Glas mit Eis, füllt es zu einem Drittel mit Whisky und rührt gut um, gibt noch etwas mehr Eis hinzu und füllt es schließlich dann zu zwei Dritteln mit Soda-Wasser. Anschließend wird der Highball mit einem schmalen Bar-Löffel noch einmal, aber wirklich nur einmal, umgerührt. Der Highball ähnelt also den bei uns beliebten Longdrinks und ist eng mit ihnen verwandt. In Japan ist der Highball in allen Lebenslagen sehr beliebt, sei es zum Essen, als Begleiter in einer Bar oder als Feierabenddrink. Dies ist vor allem auf die hohe Biersteuer in Japan zurückzuführen: Auf ein normales Bier in einer 350 Milliliter-Dose werden 77 Yen Steuer erhoben, die Steuer richtet sich nach dem Anteil des Malzgehaltes im Bier. „Richtiges“ Bier ist deshalb ziemlich teuer, sodass der Highball eine beliebte und vor allem leicht bekömmliche Alternative ist.

Den Highball gibt es in Japan übrigens auch schon fertig gemischt in Dosen, etwa in Supermärkten oder Convenience Stores. Wir hatten den Suntory Kaku Highball in der Dose bei Geschäftsstart vor zwei Jahren übrigens auch in unserem Sortiment, mussten diesen aber aus dem Programm nehmen, da uns die lächerlich hohen Kosten für das deutsche Dosenpfandsystem und die Alkopopsteuer auf lange Sicht einen Strich durch die Rechnung machten. Somit bleibt die einzige Möglichkeit, sich mit einem ordentlichen japanischen Whisky, wie unserem Suntory Special Reserve, selbst einen Highball zu mixen.

Warum eigentlich Highball?

Für die Entstehung des Begriffes Highball gibt es unterschiedliche Theorien. Die berühmteste Theorie geht auf die Geschichte der Eisenbahn zurück. Als es noch Dampflokomotiven gab, stieg mit dem Dampfdruck im Kessel eine Kugel (ball) in einem Steigrohr hoch (high). Diesen Vorgang bezeichnete man als „highballing“. Sobald der Zug fuhr, vergnügten sich die Fahrgäste im Speisewagen mit Getränken.

In Japan wurde der Highball kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges populär, und ist seit den 1950er Jahren die beliebteste Art und Weise, Whisky zu genießen. Zu dieser Zeit gewannen Restaurants in Japan immer mehr an Bedeutung und der Highball war einerseits eine neue tolle Geschmacksrichtung für die Japaner und fungierte andererseits als idealer und leichter Begleiter zum Essen.

Heutzutage sind Highballs auf jeder Getränkekarte in guten Bars zu finden. Doch Vorsicht: Was sich so leicht anhört, ist eine hohe Kunst. Ein Highball muss mit Sorgfalt, Zeit, Liebe und den richtigen Zutaten zubereitet werden. Wie es richtig geht, zeigt dieses Werbevideo von Suntory: